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Texts and phonetics

Matthäus Passion - J. S. Bach

Buss und Reu (Matthäus Passion) - J. S. Bach
Du lieber Heiland du,
wenn deine Jünger töricht streiten,
daß dieses fromme Weib
mit Salben deinen Leib
zum Grabe will bereiten,
so lasse mir inzwischen zu,
von meiner Augen Tränenflüßen
ein Wasser auf dein Haupt zu gießen.

Buß und Reu
knirscht das Sündenherz entzwei.
Daß die Tropfen meiner Zähren
angenehme Spezerei,
treuer Jesu, dir gebären.
Du liːbəɾ Ha͡elant du,
vɛn da͡enə ʝyŋəɾ tøːɾɪçt ʃtra͡etən,
das diːzəs frɔmə va͡ep
mɪt zalbən da͡enən La͡ep
t͡sum Grabə wɪl bəɾa͡etən,
zo lɑse miːɾ ɪnt͡svɪschən t͡su,
fɔn ma͡enəɾ a͡ogən trɛːnənflysən
a͡en vɑsəɾ a͡of da͡en Ha͡opt t͡su giːsən.

Bus unt Rɔ͡ø
knirʃt das zyndənhɛrt͡s ɛntt͡sva͡e.
Das diː Trɔpfən ma͡enəɾ t͡sɛːɾən
ɑngəneːmə ʃpet͡səɾa͡e,
trɔ͡øəɾ ʝeːzu, diːɾ gəbɛːɾən.
So ist mein Jesus nun gefangen (Matthäus Passion) - J. S. Bach
So ist mein Jesus nun gefangen.
Mond und Licht
ist vor Schmerzen untergangen,
weil mein Jesus ist gefangen.
Sie führen ihn, er ist gebunden.
zo ɪst ma͡en ʝeːzus nuːn gəfaŋən.
Moːnt unt lɪçt
ɪst foːɾ ʃmɛrt͡sən untəɾgaŋən,
wa͡el ma͡en ʝeːzus ɪst gəfaŋən.
ziː fyːɾən iːn, eɾ ɪst gəbundən.
Ach! nun ist mein Jesus hin (Matthäus Passion) - J. S. Bach
Ach! nun ist mein Jesus hin.
Ist es möglich, kann ich schauen?
Ach, mein Lamm in Tigerklauen,
ach, wo ist mein Jesus hin?
Ach, was soll ich der Seele sagen,
wenn sie mich wird ängstlich fragen,
ach, wo ist mein Jesus hin?
ɑχ! nun ɪst ma͡en ʝeːzus hɪn.
əɾ ɪst ɛs møklɪç, kɑn ɪç ʃa͡oən?
ɑχ, ma͡en Lɑm ɪn tigəɾkla͡oən,
ɑχ, vo ɪst ma͡en ʝeːzus hɪn?
ɑχ, vɑs zɔl ɪç deːɾ zelə zagən,
vɛn ziː mɪç vɪrd ɛŋstlɪç fragən,
ɑχ, vo ɪst ma͡en ʝeːzus hɪn?
Erbarme dich, mein Gott (Matthäus Passion) - J. S. Bach
Erbarme dich, mein Gott,
um meiner Zähren willen!
Schaue hier, Herz und Auge
weint vor dir bitterlich.
Erbarme dich, mein Gott,
um meiner Zähren willen!
ɛɾbarmə dɪç, ma͡en Gɔt,
um ma͡enəɾ tsɛːɾən vɪlən!
ʃa͡oə hiːɾ, Hɛrt͡s unt a͡ogə
va͡ent foːɾ diːɾ bɪtəɾlɪç.
ɛɾbarmə dɪç, ma͡en Gɔt,
um ma͡enəɾ tsɛːɾən vɪlən!
Können Thränen meiner Wangen (Matthäus Passion) - J. S. Bach
Erbarm es Gott,
hier steht der Heiland angebunden,
o Geißelung, o Schläg, o Wunden,
ihr Henker, haltet ein!
Erweichet euch
der Seelen Schmerz,
der Anblick solches Jammers nicht?
Ach ja, ihr habt ein Herz,
das muss der Martersäule gleich
und noch viel härter sein,
erbarmt euch, haltet ein!

Können Tränen meiner Wangen
nichts erlangen,
o so nehmt mein Herz hinein.
Aber lasst es bei den Fluten,
wenn die Wunden milde bluten,
auch die Opferschale sein.
ɛɾbarm ɛs Gɔt,
hiːɾ ʃteːt deːɾ Ha͡elant angəbundən,
o Ga͡esəluŋ, o ʃlɛːk, o vundən,
iːɾ hɛŋkɐ, haltət a͡en!
ɛɾva͡eçət ɔ͡øç
deːɾ zeːlən ʃmɛrt͡s,
deːɾ anblɪk sɔlçəs ʝamərs nɪçt?
ɑχ ʝa, iːɐ hapt a͡en hɛrt͡s,
das mus deːɾ martəɾzɔ͡ølə gla͡eç
unt nɔχ fiːl hɛrtəɾ za͡en,
ɛɾbarmt ɔ͡øç, haltət a͡en!

kønən trɛːnən ma͡enəɾ vaŋən
nɪçts ɛɾlaŋən,
o zo neːmt ma͡en hɛrt͡s hɪna͡en.
Abəɾ last ɛs ba͡e den fluːtən,
vɛn diː vundən mɪldə bluːtən,
a͡oχ diː ɔpfəɾʃaːlə za͡en.
Sehet, Jezus hat die Hand (Matthäus Passion) - J. S. Bach
Ach Golgatha, unselges Golgatha!
Der Herr der Herrlichkeit
muß schimpflich hier verderben,
der Segen und das Heil der Welt
wird als ein Fluch ans Kreuz gestellt.
Der Schöpfer Himmels und der Erden
soll Erd und Luft entzogen werden.
Die Unschuld muß hier schuldig sterben,
das gehet meiner Seele nah.
Ach Golgatha, unselges Golgatha!

Sehet Jesus hat die Hand,
uns zu fassen, ausgespannt,
kommt - Wohin? - in Jesu Armen.
Sucht Erlösung, nehmt Erbarmen,
suchet - Wo? - in Jesu Armen,
lebet, sterbet, ruhet hier,
ihr verlassnen Küchlein ihr,
bleibet - Wo? - in Jesu Armen.
ɑχ gɔlgata, unzeːlgəs gɔlgata!
deːɾ Hɛr deɾ Herlɪçka͡et
muß ʃɪmpflɪç hiːɾ fɛrdɛrbən,
deɾ zegən unt das ha͡el deɾ vɛlt
vɪrt als a͡en fluχ ans krɔ͡øt͡s gəʃtɛlt.
Deɾ ʃöpfəɾ hɪməls unt deɾ eːrdən
zɔl eːrt unt luft ɛntt͡sogən veːrdən.
diː unʃult muß hiːɾ ʃuldɪç ʃtɛrbən,
das geːət ma͡enəɾ zeːlə naː.
ɑχ gɔlgata, unzeːlgəs gɔlgata!

zeːət ʝeːzus hat diː hant,
uns t͡su fasən, a͡osgəʃpant,
kɔmt - vohɪn? - ɪn ʝeːzu armən.
zuːχt ɛɾløzuŋ, neːmt ɛɾbarmən,
zuːχət - vo? - ɪn ʝeːzu armən,
leːbət, ʃtɛrbət, ruːət hiːɾ,
iːɾ fɛrlasnən kyçla͡en iːɾ,
bla͡ebət - vo? - ɪn ʝeːzu armən.
Nun ist der Herr zur Ruh gebracht (Matthäus Passion) - J. S. Bach
O selige Gebeine,
seht, wie ich euch mit Buß und Reu beweine,
daß euch mein Fall in solche Not gebracht.
o zeːligə gəba͡enə,
zeːt, viː ɪç ɔ͡øç mɪt Bus unt Rɔ͡ø bəva͡enə,
das ɔ͡øç ma͡en fal ɪn zɔlçə noːt gəbraχt.

Johannes Passion - J. S. Bach

Von den Stricken (Johannes Passion) - J. S. Bach
Von den Stricken
meiner Sünden mich zu entbinden,
wird mein Heil gebunden.
Mich von allen Lasterbeulen
völlig zu heilen,
läßt er sich verwunden.
fɔn den ʃtrɪkən
ma͡enəɾ zyndən mɪç t͡su ɛntbɪndən,
vɪrt ma͡en Ha͡el gəbundən.
Mɪç fɔn alən Lastəɾbɔ͡ølən
følɪç t͡su ha͡elən,
lɛst eɾ zɪç fɛɾvundən.
Es ist vollbracht (Johannes Passion) - J. S. Bach
Es ist vollbracht!
O Trost vor die gekränkten Seelen!
Die Trauernacht
läßt nun die letzte Stunde zählen.
Der Held aus Juda siegt mit Macht
und schließt den Kampf.
Es ist vollbracht!
ɛs ɪst fɔlbraχt!
O trost foɾ diː gəkrɛŋktən zeːlən!
diː tra͡oəɾnaχt
lɛst nun diː lɛtste ʃtundə t͡sɛlən.
deɾ Hɛlt a͡os juːda ziːkt mɪt Maχt
unt ʃliːst den kampf.
ɛs ɪst fɔlbraχt!

Winterreise - F. Schubert

1. Gute Nacht (Winterreise) - F. Schubert
2. Die Wetterfahne (Winterreise) - F. Schubert
3. Gefrorne Tränen (Winterreise) - F. Schubert
4. Erstarrung (Winterreise) - F. Schubert
5. Der Lindenbaum (Winterreise) - F. Schubert
6. Wasserflut (Winterreise) - F. Schubert
7. Auf dem Flusse (Winterreise) - F. Schubert
Der du so lustig rauschtest,
Du heller, wilder Fluss,
Wie still bist du geworden,
Gibst keinen Scheidegruss.

Mit harter, starrer Rinde
Hast du dich überdeckt,
Liegst kalt und unbeweglich
Im Sande ausgestreckt.

In deine Decke grab’ ich
Mit einem spitzen Stein
Den Namen meiner Liebsten
Und Stund’ und Tag hinein:

Den Tag des ersten Grusses,
Den Tag, an dem ich ging,
Um Nam’ und Zahlen windet
Sich ein zerbrochner Ring.

Mein Herz, in diesem Bache
Erkennst du nun dein Bild?
Ob’s unter seiner Rinde
Wohl auch so reissend schwillt?
Der du so lustig rauschtest,
Du heller, wilder Fluss,
Wie still bist du geworden,
Gibst keinen Scheidegruss.

Mit harter, starrer Rinde
Hast du dich überdeckt,
Liegst kalt und unbeweglich
Im Sande ausgestreckt.

In deine Decke grab’ ich
Mit einem spitzen Stein
Den Namen meiner Liebsten
Und Stund’ und Tag hinein:

Den Tag des ersten Grusses,
Den Tag, an dem ich ging,
Um Nam’ und Zahlen windet
Sich ein zerbrochner Ring.

Mein Herz, in diesem Bache
Erkennst du nun dein Bild?
Ob’s unter seiner Rinde
Wohl auch so reissend schwillt?
8. Rückblick (Winterreise) - F. Schubert
9. Irrlicht (Winterreise) - F. Schubert
10. Rast (Winterreise) - F. Schubert
11. Frühlingstraum (Winterreise) - F. Schubert
12. Einsamkeit (Winterreise) - F. Schubert
13. Die Post (Winterreise) - F. Schubert
14. Der greise Kopf (Winterreise) - F. Schubert
15. Die Krähe (Winterreise) - F. Schubert
16. Letzte Hoffnung (Winterreise) - F. Schubert
17. Im Dorfe (Winterreise) - F. Schubert
18. Der stürmische Morgen (Winterreise) - F. Schubert
19. Täuschung (Winterreise) - F. Schubert
20. Der Wegweiser (Winterreise) - F. Schubert
21. Das Wirtshaus (Winterreise) - F. Schubert
22. Mut! (Winterreise) - F. Schubert
23. Die Nebensonnen (Winterreise) - F. Schubert
24. Der Leiermann (Winterreise) - F. Schubert